Mr. Swatch: Nicolas G. Hayek

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Nicolas G. Hayek, geboren 1928, ist der Mitbegründer, Chairman und Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch Group, mit Sitz in Biel.

Nach dem Aufbau und der Implementierung der Reorganisation der beiden Unternehmen Asuag und SSIH, die schließlich zur Fusion führte, übernahm N.G. Hayek 1985 zusammen mit einer Gruppe Investoren die Aktienmehrheit der neu entstandenen Gruppe. 1986 wurde er Präsident des Verwaltungsrates und CEO. N.G. Hayek spielte eine entscheidende Rolle im Wiederaufbau der Swatch Group mit ihren Marken Swatch, Breguet, Blancpain, Hatot, Glashütte Original/Union, Jaquet-Droz, Léon Hatot, Omega, Longines, Rado, Tissot, Calvin Klein, Certina, Mido, Hamilton, Pierre Balmain, Flik Flak, und Endura. Die von ihm in den frühen 80er Jahren entwickelten Strategien führten zum Erfolg der gesamten schweizer Uhrenindustrie und ermöglichten ihr ab 1984 die Wiedergewinnung ihrer weltweit führenden Position.

Einige Erfolge der Swatch Group sind u.a.

  • die strategische Entscheidung, die Swatch zu lancieren – basierend auf einem Masterplan der Hayek Engineering AG.
  • die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten und Marken wie Breguet, Omega, Rado, Longines, Tissot etc.
  • die Verteidigung der Position der weltweiten Nummer 1 der Uhrenindustrie mit einem Umsatz im Jahr 2000 von mehr als 4 Mrd. Schweizer Franken.
  • die Wiederbelebung der Schweizer Uhrenindustrie mit der Belieferung der gesamten Schweizer Uhrenindustrie mit Uhrwerken und Komponenten.

Speziell aus diesem Grund, aber auch als Zeichen der Anerkennung für die Erhaltung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Produktionsstandorte in der Schweiz und in ganz Europa, wurde N.G. Hayek 1998 der Ehrendoktortitel der Fakultät “Beni Culturali” der Universität von Bologna (Italien) verliehen, nachdem er bereits 1996 den Ehrendoktor in Jura und Betriebswirtschaft der Universität von Neuchatel (Switzerland) erhalten hatte.

Anfang 1995 berief der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl N.G. Hayek zum Mitglied im Ausschuss für Forschung, Technologie und Innovation für die Zukunft von Deutschland und Europa. Diesem Ausschuss, dem Herr Kohl direkt vorstand, gehörten wichtige Persönlichkeiten aus der deutschen Politik, Wirtschaft, Industrie und Forschung an, während Herr Hayek der einzige Ausländer unter den 17 Mitgliedern war.

1996 ernannte die Französische Regierung Herrn Hayek zum Vorsitzenden der “Groupe de réflexion” in Frankreich, einem Innovationsrat für die zukünftigen wirtschaftlichen Strategien für Frankreich. Er ist darüberhinaus als Berater für viele Europäische Regierungen tätig.

Herr Hayek wurde zum Mitglied des IOC 2000 berufen, einer Arbeitsgruppe des Internationalen Olympischen Komitees zur Restrukturierung der künftigen Olympischen Spiele.

Seit Mai 2001 ist Herr Hayek Mitglied des Arbeitskreises “Brussels Capital of Europe” der Europäischen Union unter Vorsitz von Roman Prodi. Ziel dieses Arbeitskreises ist die Definition von Bedürfnissen und Funktionen, welche eine Hauptstadt erfüllen sollte.

Nicolas G. Hayek ist auch der Gründer, Vorsitzende des Verwaltungsrates und C.E.O. der Hayek Engineering Inc. mit Sitz in Zürich. Das Unternehmen, welches 1963 gegründet wurde, beschäftigt ca. 250 hochqualifizierte Angestellte aus verschiedensten Bereichen wie dem Maschinenbau, der Automobilindustrie, der Uhrenindustrie, Telekommunikation, IC-Herstellung und anderen fortschrittlichen Technologien. Zum Leistungsportfolio gehören unter anderem Ingenieurswesen, Projektmanagement, Optimierungs- und Machbarkeitsstudien, strategische Planung, Vertrieb und Marketing sowie Consulting in den Bereichen Organisation und IT.

In den mehr als 30 Jahren hat sich Herr Hayek durch die Arbeiten für viele internationale Kunden einen hervorragenden Ruf erarbeitet, unter ihnen Volkswagen AG, US Steel, Siemens, AEG-Telefunken AG, Deere & Company, Digital Equipment Corp., World Bank, Fried. Krupp GmbH, Ministry of Metallurgy of China, Olivetti SpA, BMW, Thyssen-Group, Dresdner Bank, Voest-Alpine, Alfa-Romeo, Nestlé u.a.

In der Schweiz realisierte Hayek Engineering eine Vielzahl von Projekten sowohl im öffentlichen als auch privaten Sektor. Der breiten Öffentlichkeit wurde das Unternehmen u.a. durch seine Arbeiten für das Schweizer Fernsehen und Radio, die Stadt Zürich, die Schweizer Bahn, die Asuag-SSIH (heutige Swatch Group), die Universität Basel, den Kanton Aargau, das Schweizer Parlament im Rahmen eines Projekts für das Verteidigungsministerium, sowie die Vereinigten Technischen Hochschulen der Schweiz. Im September 1999 realisiert Hayek Engineering unter der Federführung von Herrn Hayek eine Machbarkeitsstudie für die Schweizer Landesausstellung Expo.02. Herr Hayek erhielt den Auftrag für diese Crash Study vom Strategieausschuss der Expo.02 und der Schweizer Regierung.

Biel-Bienne, Mai 2006.

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